Hintergrund: Die DRF Luftrettung

1.453 mal in der Luft

Do, 27. Dez 2018
Nordfriesland

Niebüll.(hwi) Die in Schleswig-Holstein stationierten Hubschrauber der DRF Luftrettung waren im ersten Halbjahr 2018 oft am Himmel über dem Land zu sehen: Insgesamt 1.453-mal wurden die in Niebüll und Rendsburg stationierten Maschinen alarmiert, um Menschen in Not schnelle medizinische Hilfe zu bringen und dringende Transporte von Patienten zwischen Kliniken durchzuführen. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2017 waren es 1.313 Einsätze. Im ersten Halbjahr 2018 startete der rot-weiß lackierte Hubschrauber 79-mal zu Nachteinsätzen.

Schnelligkeit und höchste Qualität in der medizinischen Versorgung stehen bei der DRF Luftrettung im Zentrum: „Wir legen in allen Bereichen höchste Maßstäbe an – nicht nur in der Flugtechnik, sondern auch in der medizintechnischen Ausrüstung und ganz besonders bei der Qualifikation der Besatzung“, betont Dr. Peter Huber, Vorstand der DRF Luftrettung. 

In den vergangenen Wochen hat die DRF Luftrettung erste Rettungshubschrauber mit mechanischen Reanimationsgeräten ausgestattet. Mit ihnen kann der Kreislauf von Herzpatienten bis zum Eintreffen in der Klinik ununterbrochen mit einer Herzdruckmassage aufrechterhalten werden – ein Novum in der Luftrettung! Für viele Menschen bedeutet das die Rettung.

Doch nicht nur ihre eigenen Aufgaben hat die DRF Luftrettung im Blick. Die gemeinnützig tätige Organisation setzt sich in enger Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten dafür ein, das Gesamtsystem Notfallversorgung zu optimieren. „Wir müssen umdenken. Bisher stand die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes im Vordergrund. Wir sollten aber vielmehr die Gesamtzeit bis zur Übergabe des Patienten in der Spezialklinik berücksichtigen“, fordert Dr. Ulf Aschenbrenner, Abteilungsleiter Medizincontrolling, Qualitätssicherung und Leistungsentwicklung der DRF Luftrettung. Eine noch bessere Verzahnung und Abstimmung aller Akteure in der Notfallversorgung sei nötig, so der Mediziner weiter. Insgesamt setzt die DRF Luftrettung an 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und zwei Stationen in Österreich Hubschrauber für die schnelle Notfallrettung und für dringende Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken ein.

Einsatzorte in einem Umkreis von 60 Kilometern erreichen die Hubschrauber in maximal 15 Flugminuten. Neun der Stationen sind rund um die Uhr einsatzbereit. Über die Hubschrauberrettung hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen und erfahrenen Piloten, Notärzten und Notfallsanitätern Patienten aus dem Ausland nach Deutschland zurück, wenn dies medizinisch notwendig und ärztlich angeordnet ist. Insgesamt leistete die DRF Luftrettung im ersten Halbjahr 2018 20.330 Einsätze, heißt es in einer Mitteilung der DRF Luftrettung.