Halle 28: Zur Sitzung der Gemeindevertretung ergreift CDU die Initiative

200.000 Euro von Gemeinde?

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Die Halle 28 wurde in den 1930-er Jahren gebaut, als der Fliegerhorst Westerland für die Deutsche Luftwaffe ausgebaut wurde.

Fr, 16. Nov 2018
Sylt

Die CDU legt zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am morgigen Donnerstag, 15. November, ein Konzept für die Sanierung der Halle 28 vor. Die Christdemokraten fragen in einer Pressemitteilung: „Findet sich dann eine tragfähige, dauerhafte Lösung für den Erhalt und die Sanierung der Halle 28 auf dem ehemaligen Fliegerhorst?“ Nach einem „einvernehmlichen Gespräch mit wichtigen Beteiligten“ hat die CDU-Fraktion einen Antrag eingereicht, der dem Bürgerentscheid für den Erhalt der Halle 28 gerecht werde und die Logistik des für Sylt so wichtigen Katastrophenschutzes absichere.

„Mit einer Mehrheit von 77 Prozent haben die Einwohner der Gemeinde Sylt beim Bürgerentscheid im Juni 2016 ein deutliches Votum getroffen. Zwar einigte sich die Gemeindevertretung seinerzeit, 500.000 Euro bereitzustellen. Diese Summe wurde durch die Installation eines Zauns, die Erstellung eines Gutachtens und andere Aufwendungen jedoch rasch aufgebraucht“, heißt es in der Mitteilung der CDU. Für die dringliche Instandsetzung der Halle 28 selbst fehlten jedoch 200.000 Euro. So lautet die übereinstimmende Einschätzung der Flughafen Gesellschaft und des örtlichen Roten Kreuzes“, hieß es vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Oliver Ewald. Um eine fundierte Basis für die Zukunft zu schaffen, hätten sich auf Einladung der CDU vor kurzem FlughafenGeschäftsführer Peter Douven, Bürgermeister Nikolas Häckel, Amtsvorsteherin Katrin Fifeik und Vorstandsmitglieder des DRK gemeinsam mit den CDU-Vertretern Wolfgang Jensen und Oliver Ewald zu einem Sondierungsgespräch getroffen. Die erfreuliche Bilanz aus Sicht der Union: „Alle Beteiligten stimmten einem Finanzierungsplan zu, der dem Antrag der CDU-Fraktion an die Gemeindevertretung zugrunde liegt.“ Die CDU stellte im weiteren die einzelnen Punkte vor:

  • Für Investitionen in die Halle 28 wird das Budget seitens der Gemeinde um 200.000 Euro ergänzt. Die Finanzierung erfolgt aus den Gewerbesteuer-Mehreinnahmen im Jahr 2018.
  • Die Gemeinde Sylt trägt die notwendigen Betriebskosten für die Halle 28 jährlich anteilig bis zu 27.000 Euro.
  • Bei den Amtsgemeinden Hörnum, List, Kampen und Wenningstedt wird beantragt, sich an den notwendigen Betriebskosten für die Halle 28 jährlich anteilig mit bis zu 9000 Euro insgesamt zu beteiligen.
  • Die Gemeinde Sylt hält die Flughafen Sylt GmbH sowie die Nutzer der Halle 28 von unvorhersehbaren notwendigen Investitionen zum Substanzerhalt frei.
  • Voraussetzung ist, dass das Deutsche Rote Kreuz SyltWesterland als Nutzer seine Mietzahlung, ein Investitionsbudget in Höhe von 350.000 Euro abgeltend, mit der Flughafen Sylt GmbH durch Vertragsunterzeichnung bestätigt.

„Mit dieser Beschlussfassung würde man allen Interessen gerecht werden“, unterstreicht Oliver Ewald. In diesem Falle sei das DRK Sylt-Westerland bereit, sich mit einer stattlichen Investition in Höhe von 350.000 Euro an den Kosten zu beteiligen. Im Gegenzug würde das DRK Nachweise für die konkrete Verwendung des Investitionsbudgets vorlegen.

„Der Bürgerentscheid ist bindend. Und auch, wenn nicht alle Parteien in der Gemeindevertretung mit dessen Ergebnis zufrieden waren, so muss man eine demokratisch getroffene Entscheidung fraglos akzeptieren. Für die CDU als Volkspartei ist es der unmissverständliche Anspruch, dem gerecht zu werden. Es bleibt nun zu hoffen, dass auch die übrigen Parteien den Willen und die Weisung der Bevölkerung akzeptieren. Das Abstimmungsergebnis über diesen Antrag morgen Abend wird es deutlich zeigen.“