Kurpark Morsum: Beirat beschließt Neugestaltung

Eine Oase für die Naherholung

Foto: © Frank Rasmußen / Sylter Spiegel GmbH

Mi, 07. Nov 2018
Morsum
,
Sylt

Der Kurpark in Morsum ist in seinem jetzigen Zustand wahrlich keine Perle des Ortes im Inselosten. Weshalb sich der Verein Morsumer Kulturfreunde darum bemüht, den Kurpark neu zu gestalten. Einen Antrag dazu samt detailliertem Konzept stellte der Verein in der jüngsten Ortsbeiratssit-zung am vergangenen Donnerstag vor.


Nachdem Jonas Raspé (Grüne) noch die „dringend erforderliche Neugestaltung“ anmerken konnte, lenkte Bürgermeister Nikolas Häckel die Diskussion auf einen „Barfußpfad“, der in dem Konzept der Morsumer Kulturfreunde aufgeführt ist und an dem sich eine lebhafte Diskussion entzündete. „Der Barfußpfad muss täglich kontrolliert werden, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen“, bemerkte der Verwaltungschef. Die Gemeinde könne und werde dies aber nicht leisten.


Das wiederum rief Lars Schmidt (Zukunft) auf den Plan. „Die Neugestaltung des Kurparks ist eine touristische Mehrleistung. Deshalb muss dies der Insel Sylt Tourismus-Service übernehmen“, forderte er. Wenn es sich bei der Neugestaltung des Kurparks um ein touristisches Kon-zept handele, dann könne der ISTS auch bei der Planung fi-nanziell mit einsteigen, merkte der Bürgermeister an. Bevor sich die Diskussion um diese Frage hochschaukeln konnte, löste ein Mitglied der Morsumer Kulturfreunde das  offensichtliche Missverständ-nis um den Barfußpfad auf. Dieser soll eigentlich ein Balancierparcours werden. Mathias Lauritzen (SPD) appellierte an die Ortsbeirats-mitglieder: „Lasst uns dieses Vorhaben bitte bei der Gemeinde belassen und die geschätzten Kosten in den  Haushalt einstellen.“ Dem  schlossen sich alle Mitglieder an. Der Ortsbeirat fasste einen einstimmigen Empfeh-lungsbeschluss an die Ge-meinde, das Vorhaben der Kulturfreunde in seiner vorgestellten Form so umzuset-zen und die Kosten dafür in  den Gemeindehaushalt 2019 einzustellen.
Doch was sieht die Neuge-staltung im Einzelnen vor?„Das erarbeitete Grundkon-zept basiert auf Anregungen und Ideen von Morsu-mer Bürgern, Touristen und Zweitwohnungsbesitzern unterschiedlicher Alters-gruppen“, heißt es in dem Antrag der Kulturfreunde. Man möchte, dass sich die Grünfläche mit Spiel- und Grillplatz zeitgemäß und positiv präsentiert: als familien-freundlich gestaltete Parkanlage.

„Unser Ziel ist es, eine Naherholungsoase zu schaffen, die zusammen mit dem Muasem Hüs mit seiner Gastronomie, dem Lebensmittelmarkt, der Tourist-Info und der günstigen Verkehrsanbindung an Bus und Bahn ein generationenübergreifendes Kultur- und Freizeitangebot bietet“, heißt es weiter. In die Planungen soll die bereits vorhandene Grillecke integriert werden – ebenso wie der Spielplatz. An der Grenze des Spielplatzes zwischen den Spiel- und Klettergeräten und dem Standort der Seilbahn sollen Picknick-Bänke aufgestellt werden.

Für die körperliche Fitness von Jung und Alt sind vier Trimmfit-Geräte mit Anleitungstafeln vorgesehen. Für ganz Geschickte soll zudem ein Balancierparcours mit verschiedenen natürlichen Elementen angeschafft werden. Aufgewertet werden soll der Park zudem durch die Pflanzung von 25 bis 30 Obstbäumen, die gespendet werden sollen. Die Fläche zwischen Seilbahn und der Grenze zum Bedarfsparkplatz wird mit Sitzmöglichkeiten (Picknick-Bänke oder Strandkörbe) ausgestattet.

Der Hauptweg, der das Muasem Hüs mit dem Bedarfsparkplatz verbindet, wird auf 1,50 Meter verbreitert. Die Kosten für die Neugestaltung des Parks veranschlagen den Morsumer Kulturfreunde mit 77.000 Euro. Darin sind keine Kosten für die Planung enthalten. Hierbei hofft der Verein auf die Unterstützung der Gemeinde. Ebenfalls auszuloten sind noch etwaige Fördermöglichkeiten. Der Verein möchte sich aber in Form von Eigenleistungen einbringen.