Michael Pietyra verabschiedet sich aus dem Vorstand der Sylter Bank

Eine außerordentlich gute Entwicklung

Foto: © Sylter Bank

Mi, 19. Dez 2018
Sylt

Insel Sylt. Nach über zwölfeinhalbjähriger Tätigkeit verlässt Michael Pietyra, Vorstandsmitglied der Sylter Bank, zum Jahresende die Chefetage der unabhängigen Volks- und Raiffeisenbank mit Sitz in Keitum. Unser Redaktionsmitglied Heiko Wiegand kam mit dem 65-jährigen gebürtigen Niedersachsen über Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges ins Gespräch.

 

Herr Pietyra, Sie waren lange Zeit für die Sylter Bank tätig. Was geht jetzt, kurz vor Ihrem Abschied, in Ihnen vor?

Ich hatte am 1. Juni 2006 meinen ersten Arbeitstag auf Sylt. Das ist jetzt mehr als zwölfeinhalb Jahre her. Ja, es war schon etwas Besonderes, auf dieser Insel zu arbeiten.

 

Was hat dieses Besondere ausgemacht?

Jeder kennt hier jeden, die Verbundenheit zwischen den Menschen ist nach wie vor groß, der Zusammenhalt unter den Syltern ist gut. Das ist schon etwas Außergewöhnliches. Sylt ist in Deutschland nach wie vor die beliebteste Ferieninsel – und vor allem im Sommer ein Traum. Ich habe es genossen, auf Sylt zu leben – und genieße es weiterhin.

 

Wo haben Sie vor 2006 gearbeitet?

Ich war zuvor 13 Jahre lang Mitglied in einer größeren Volksbank im Hamburger Umland, davor fünf Jahre im Vorstand einer Volksbank in Nordrhein-Westfalen. Mit der Sylter Bank kommen so also insgesamt 30 Jahre Vorstandsarbeit in Volksbanken zusammen.

 

Sie leben mit Ihrer Familie im Hamburger Umland?

Ja, das ist so; ich bleibe aber auch nach meiner Tätigkeit für die Sylter Bank temporär noch auf Sylt.

 

Was haben Sie vor, wenn ich fragen darf?

Ich möchte mir eine Auszeit nehmen, ein halbes Jahr, bis in den Frühsommer 2019. Danach möchte ich eine Tätigkeit auf selbständiger Basis aufnehmen…

 

…Sie sind 65, könnten demnächst in Rente gehen…

…Das stimmt. Ich bin ab 1. Januar 2019 in Rente. Aber ich fühle mich gesundheitlich noch topfit. Das mag auch daran liegen, dass ich in meiner Freizeit viel laufe. Jedenfalls fühle ich mich nicht wie 65. Deshalb möchte ich nochmal etwas Neues machen.

 

Auf was bereiten Sie sich exakt vor?

Ich werde mich in einer artverwandten Branche engagieren. Mehr möchte ich aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht dazu sagen.

Ihr Nachfolger Dirk Ehlers wird bereits eingearbeitet?

Er ist seit 1. Oktober bei der Sylter Bank, insofern ist genügend Zeit geblieben, ihn auf seine neue Tätigkeit hier auf Sylt bestens vorzubereiten.

 

Letzte Frage: Wenn Sie auf Ihre Zeit auf Sylt zurückblicken – wo sehen Sie Ihre größten Erfolge?

Die Sylter Bank hat unter meiner Führung seit dem Jahr 2006 eine außerordentlich gute Entwicklung verzeichnen können. Darüber freue ich mich sehr und das macht mich auch ein bisschen stolz. In den vergangenen zwölf Jahren haben wir das Bilanzvolumen verdreifacht, ebenso wie unser Kreditgeschäft und die Kundeneinlagen. Das Eigenkapital der Bank konnte in dieser Zeit erheblich gestärkt werden und liegt heute deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Auch in allen übrigen Geschäftsbereichen hat sich die Bank während meiner Tätigkeit überdurchschnittlich gut entwickelt und zählt heute zu den Premiumgenossenschaftsbanken. Bei allen Aufsichtsgremien wie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und beim Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) hat unsere Bank das beste Rating: AA+.

 

Wie hat sich der Bereich Immobilien bei der Sylter Bank entwickelt?

Unsere Immobilientochter, die Sylter Bank Immobilien GmbH, für die ich als einer der Geschäftsführer ebenfalls verantwortlich war, hat eine ebenso positive Entwicklung genommen.

 

Auch vor diesem Hintergrund fällt Ihnen der Abschied von Sylt schwer?

Ja, der Abschied fällt mir ein wenig schwer, aber ich sehe sehr positiv in die Zukunft und freue mich auf neue berufliche Herausforderungen. Der Sylter Bank wünsche weiterhin so erfolgreiche Jahre.