Von Sorgen und Mehrheiten

Mi, 21. Nov 2018
Sylt

Die Sorgen und Ängste von SPD, Grünen, SWG und SSW im Zusammenhang mit der CDU-Initiative zur Halle 28 sind sicher nicht ganz unberechtigt. Im Kern lassen sie sich wie folgt zusammenfassen: Werden die jetzt von der CDU durchgesetzten 200.000 Euro für die Sanierung ausreichen? Oder wird – siehe Gutachten zum Zustand der Halle 28 – noch viel mehr Geld benötigt, aber eben scheibchenweise gefordert, je nach aktuellem Grund, wie Holger Weirup von der SPD in der Sitzung vermutete. Und, zweite Sorge: Für welche Sanierungsvorhaben soll das Geld genau verwendet werden? Die am Donnerstagabend in der Abstimmung Unterlegenen hätten‘s gern genauer gewusst.

Fakt ist aber auch, dass das DRK als künftiger Mieter der Halle nun alle Voraussetzungen von der Politik erfüllt bekommen hat, den Mietvertrag mit der Flughafengesellschaft jetzt auch tatsächlich zu unterzeichnen. Dann, erst dann kann eine geordnete Zusammenarbeit zwischen Eigentümer und Mieter im Sinne des Katastrophenschutzes beginnen.

Das ist für CDU-Fraktionschef Oliver Ewald, der sämtliche Akteure um die Halle an einen Tisch gebracht hatte, ein großer Erfolg.

Für seine Glaubwürdigkeit, aber auch für die Glaubwürdigkeit seiner Fraktion wird es nun allerdings von entscheidender Bedeutung sein, dass in den nächsten Jahren keine weiteren finanziellen Nachforderungen zur Abstimmung stehen. Sonst wären die Sorgen und Ängste der knapp Unterlegenen mehr als berechtigt.