KLM: Zehn Bewerber in Losverfahren ermittelt

Reihenhäuser wechseln Besitzer

Foto: © SC / Sylter Spiegel GmbH

Ein Teil der Reihenhäuser auf dem Bastianplatz von der Straße aus fotografiert. Im Hauptausschuss wurde mitgeteilt, auf wen der Zuschlag fiel.

Mi, 21. Nov 2018
Westerland
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Sylt

Sowohl die 40 über das genossenschaftliche Wohnprojekt vermieteten Wohnungen als auch die 60 Mietwohnungen des Kommunalen LiegenschaftsManagements der Gemeinde Sylt (KLM) sind bereits bewohnt. Bis Ende des Jahres können nun auch die zehn noch leerstehenden Reihenhäuser am Bastianplatz den Besitzer wechseln: In der jüngsten Hauptausschusssitzung am Dienstag vergangener Woche wurden im Losverfahren zehn Bewerber ermittelt, die nun die Möglichkeit bekommen, eines der Eigenheime mit jeweils rund 100 Quadratmeter Wohnfläche zum Preis von rund 200.000 Euro zu erwerben. 27 Sylter hatten sich auf die Ausschreibung hin beim KLM beworben, 14 erfüllten die Vergabekriterien: Junge Paare mit Kindern oder Kinderwunsch, seit mindestens einem Jahr auf Sylt beschäftigt. Weil außerdem festgelegt wurde, dass Menschen, die die öffentliche Daseinsvorsorge auf Sylt sicherstellen, bevorzugt behandelt werden sollen, konnten zwei Bewerber das Losverfahren umgehen: Eine Mitarbeiterin aus der Intensivstation der Asklepios Nordseeklinik und ein bei der Gemeinde Sylt beschäftigter Bauingenieur, der unter anderem an der Schaffung von neuen KitaPlätzen beteiligt ist.

Für den Kaufpreis gehört ihnen anschließend jedoch nur das Gebäude: Die Grundstücke bleiben im Besitz der Gemeinde Sylt und werden zum Preis von monatlich 1,10 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche auf Erbpachtbasis an die Bewohner vermietet. Dabei kommen erstmals auch die neuen Erbpachtverträge der Gemeinde Sylt zum Tragen, die nicht mehr, wie bisher, auf 99 Jahre befristet sind, sondern nur noch auf 50 Jahre. Damit soll verhindert werden, dass die begehrten Eigenheime zum Spekulationsobjekt werden. Möchten die Nachkommen nach Ablauf der 50 Jahre weiterhin dort wohnen bleiben, haben sie dann die Option, den Vertrag um weitere 50 Jahre zu verlängern. Die auf den Grundstücken stehenden Reihenhäuser werden ihren neuen Besitzern „im ausbaufähigen Zustand“ übergeben – das heißt, die Grundmauern stehen, Fenster und Türen sind eingebaut, „aber den Innenausbau können die Besitzer in Eigenleistung gestalten und ihren Wünschen dabei freien Lauf lassen“, erläuterte KLMChef Marcus Kopplin. „Auch die Innenwände können sie selbst stellen – ob sie beispielsweise eine geräumige Wohnküche im Erdgeschoss entstehen lassen oder lieber viele kleine Zimmer, bleibt ihnen überlassen.“

Unter den am Dienstagabend anwesenden Bürgern war nach der Ziehung auch das glückliche Gesicht eines Losgewinners zu sehen: „Das ist ja großartig“, freute sich Thorsten Eberle, nachdem sein Name gefallen war, „jetzt bin ich gespannt, welches der Reihenhäuser mir zugesprochen wird.“